„Noah“ von Sebastian Fitzek

Informationen
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 19.99€ (gebundene Ausgabe)
Seiten: 559
Genre: Thriller
Erscheinung: 20.12.2013
ISBN: 978-3-7857-2482-8

Klappentext
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

Meine Meinung
Zusammen mit dem Obdachlosen Oscar, der ihm immer wieder von einer Verschwörung der obersten Gesellschaftsschicht erzählt, streift Noah einige Zeit durch die Straßen Berlins, bis ihm ein Bild in einer Zeitung auffällt, nach dessen Maler gesucht wird. Irgendetwas verbindet er mit diesem Bild, obwohl er sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann, weswegen er die angegebene Telefonnummer wählt. Von da an reißt die Spannung des Buches nicht mehr ab und es beginnen Tage der Flucht und Erkenntnisse für Noah, der Stück für Stück mehr von seiner Persönlichkeit und Vergangenheit erfährt, da ihm die wechselnden Schauplätze Flashbacks bereiten, die er jedoch noch lange nicht zuordnen kann. Gleichzeitig erfährt man von dem Leben einiger Bewohner, einer Mutter mit ihren beiden Söhnen, des größten Slums in Manila, die unter unvorstellbaren Umständen leben müssen.
Wie der Leser schon durch den Buchtitel erahnen kann, behandelt das Buch einen geplanten Neuanfang der Menschheit, da es auf die Arche Noah hindeutet. Es ist ein weltweites, geheimes Projekt namens „Noah“, das die Hälfte der Menschheit ausrotten soll. Und gegen das Noah vorgehen wollte, jedoch vorher gestoppt wurde.
Nach einiger Zeit dachte ich, nun zu wissen, wer Noah ist, doch die Wahrheit, die erst zum Schluss aufgeklärt werden kann, überraschte mich sehr.
Ich hielt Noah von Anfang an für sehr sympathisch; ein starker Mann, der seine Liebsten beschützen kann. Seltsamerweise verfügt Noah nämlich über Kampftechniken, die er sich nicht erklären, jedoch wie jahrelang antrainiert ausführen kann.
Ab zirka der Hälfte des Buches musste ich mir dann Stichpunkte zu den Personen, Örtlichkeiten und anderen Tatsachen machen, da mir das Projekt Noah doch einigermaßen kompliziert erschien. Nach Beendigung des Buches und einiger Bedenkzeit wurde mir jedoch alles klar und nachvollziehbar.
Das Buch regt durch viele Fakten und Zahlen definitiv zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil an, denn nur weil man die Augen vor der Wahrheit verschließt, bedeutet das nicht, dass es sie nicht gibt. Trotzdem ist ein Projekt wie dieses niemals zu rechtfertigen, wie der Autor selbst im Nachwort schreibt, obwohl ich die Hintergründe schon sehr gut verstehen konnte und immer noch kann.
Die Menschheit muss aufpassen, dass sie die Welt, und somit sich selbst, nicht zugrunde richtet und ausbeutet. Denn die Natur wird sich dem anpassen, die Menschen allerdings werden ohne Rohstoffe und Nahrungsmittel nicht mehr lange die überlegene Spezies bleiben.

Vielleicht ist unter uns ja wirklich der oder die eine, der/die alles verändern kann. Das Buch ist ein erster Anstoß und somit auf jeden Fall mehr als lesenswert!

Fazit

Advertisements

[Buch] Die Totentänzerin

Informationen:

Autor: Max Bentow
Erschienen: 2. September 2013
ebook:
385 Seiten
Verlag: Page & Turner
Preis:7,99 €
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-641-09142-2

Inhalt:

Der neueste Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan. Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan, als er am Tatort eintrifft. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden …

Meine Meinung:

Es ist das dritte Buch eine Krimireihe, wovon ich Fall 1 und 2 bisher nicht gelesen habe.
Max Bentow beschreibt eine Reihe von Morden, die alle nach dem selben Schema ablaufen – die Frau stirbt langsam unter ihrem schon toten Partner, an den sie mit einer weißen Schnur festgebunden ist. Ein Fall, der einen erschaudern lässt, wenn man über die Grausamkeit dieser Tötungsart nachdenkt.
Nils Trojan und seine Leute sind ratlos, versuchen verzweifelt die Serienmorde aufzuhalten und finden einfach keine Spur zum Täter. So lange, bis plötzlich die psychisch kranke Frau seines Chefs in den Fokus der Ermittlungen rückt – sie war an allen Tatorten anwesend, ihr Mann erkennt typische Marotten von ihr und muss letztendlich die Ermittlungen wegen Befangenheit niederlegen. Doch Theresa ist verschwunden und Trojan hat den persönlichen Auftrag seines Chefs sie zu finden.

Die Geschichte verfolgt sehr viele verschiedene Wege, was manchmal sehr durcheinander wirkt und den Leser verwirrt. An so mancher Stelle habe ich mich gefragt, wer denn nun bitte dieser Protagonist schon wieder ist und musste erst mal gründlich überlegen, in welchem Zusammenhang der Name bisher vorkam.
Auf den ersten 150 Seiten empfand ich den Schreibstil des Autos als sehr anstrengend, da eine gewisse Struktur fehlt und die Sprache eher locker gehalten ist. Nach ungefähr der Hälfte wird die Geschichte plötzlich richtig spannend und man bereut es nicht mehr, so lange durchgehalten zu haben. Alles was zuvor einen chaotischen Eindruck machte, wird nach und nach immer logischer und Bentow schafft es tatsächlich die vielen, teilweise verworrenen Wege zusammen zu führen. Am Ende bleibt keine Frage offen und man rätselt bis zum Schluss, wer denn nun wirklich der Täter ist. Potentielle Mörder gibt es so einige, so dass die Geschichte bis zum Schluss undurchblickbar bleibt und sich vollkommen unerwartete wandelt.

Manche Wandlungen konnte ich allerdings nicht wirklich verstehen und ich frage mich auch jetzt noch, wie der Autor auf die ein oder andere sonderbare Idee kam. Außderm geht es unheimlich oft um Sex, was mich bei einem Psychothriller leider etwas stört.

Fazit: Interessante Geschichte, unerwartete Wandlungen, doch man hätte deutlich mehr aus der Geschichte machen können!

3 von 5 Elfenpunkten

„Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna“ von Fynn

Informationen
Autor: Fynn, übersetzt von Helga Heller-Neumann
Verlag: Fischer Taschenbücher
Preis: rund 5,95€ (Taschenbuch)
Seiten: 121
Genre: Roman, Erzählung
Erscheinung: 18.10.1979
ISBN: 978-3596148035

Klappentext
»Der Unnerschied von einen Mensch und einen Engel ist leicht. Das meiste von ein Engel ist innen, und das meiste von ein Mensch ist außen.«

Anna liebt – einfach alles. Und alle lieben Anna, diesen naseweisen Fratz, denn niemand weiß so gut wie sie, was das wirklich ist: Gott und die Welt, Menschen und die Liebe, das Lachen und die Angst, Freude und Trauer. Ihre Geschichte ist ein Brevier für Menschen, denen die Liebe abhanden gekommen ist.

Meine Meinung
Anna war ein Mädchen von ungefähr vier Jahren, das zusammen mit dem 19-jährigen Fynn die Welt entdeckte und verstehen lernte. Dabei war es jedoch sie, die Fynn immer wieder von den gängigen Sichtweisen der Erwachsenen auf andere Denkwege leitete. Anna wurde von ihrer Umwelt als süß, aber oft auch als vorlaut und frech wahrgenommen, da sie sich nicht mit den gängigen Antworten zufrieden gab, sondern immer weiter fragte und ihre Ansichten auch schonungslos kundtat.
Sie hatte äußerst niedliche, aber auch sehr bedachte und logische Antworten auf alle möglichen Fragen, auch auf solche, die sich wahrscheinlich nicht jeder stellt. Was steckt hinter der Tatsache, dass Gegenstände zählbar, aber es zum Beispiel Farben nicht sind? Wer ist eigentlich Gott? Hat er uns tatsächlich lieb? Und am wichtigsten: Warum ist etwas so wie es ist?
Fynn musste zu Beginn ihres gemeinsamen Weges viele Worte auf Zettel schreiben, die Anna für wichtig hielt. Sie dachte tage-, manchmal sogar wochenlang still über nur ein Wort, aber auch über schwere Themen nach und eröffnete Fynn danach ihre neu gebildete Meinung.
Sie schien auf alles eine Antwort zu kennen, alles war einfach und ihre Neugier trieb sie jeden Tag aufs Neue dazu an, die Details ihrer großen Welt tiefer zu erforschen. Sie war fasziniert von der Natur, von Unterschieden wie Groß und Klein oder Licht und Schatten. Immerhin ergibt jede Form mehrfach gespiegelt einen Punkt. Und aus einem Punkt kann wiederum so viel entstehen. Alles hing für Anna zusammen und alles war Mister Gott.
Zahlen interessierten Anna besonders; man kann so viel mit ihnen anstellen und sie aus anderen Blickwinkeln betrachten. Zwischen zwei Spiegel gelegt ergeben sich zum Beispiel immer wieder neue Gebilde und Möglichkeiten. Mit der Lehrweise ihrer Lehrerin kam sie demnach überhaupt nicht zurecht. Die meisten Textaufgaben waren für Anna einfach unlogisch, denn wer pflanzt schon Blumen in Reihen an, nur um sie hinterher zu zählen?

Laut Einband beruht das Buch auf einer wahren Gegebenheit, was mich ein wenig verblüffte. Anna ist ein so bezauberndes, kluges kleines Mädchen, was wirklich bemerkenswerte Gedanken äußerte und Fynn somit eine wundervolle, interessante und lehrreiche Zeit bescherte.
An Fynn und Annas Sprache musste ich mich zuerst etwas gewöhnen, sowie auch an die eher kurzen Sätze. Für mich war es viel Inhalt, viele neue Denkanstöße, die ich oft zwei Mal lesen und selbst aufschreiben musste, um sie zu verstehen. Anna ist mir zwischen den 121 Seiten so sehr ans Herz gewachsen, dass ich aufgrund ihres frühen Todes Tränen vergossen habe.

Fazit

„Amokspiel“ von Sebastian Fitzek

Informationen
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 448
Genre: Psychothriller
Erscheinung: 01.04.2007
ISBN: 978-3426637180

Klappentext
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem grauenhaften Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makaberes Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit mehreren Monaten tot. Ira beginnt mit der aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …

Meine Meinung
Ira hat eigentlich schon mit ihrem Leben abgeschlossen. Nach dem Tod ihrer älteren Tochter brach auch der Kontakt zu ihrer jüngeren ab, die ihr nun aus dem Weg geht. Doch genau an dem Tag, an dem sie allem ein Ende setzen will, findet in einem Radiosender eine Geiselnahme statt. Der Täter verlangt nach seiner toten Freundin, die er jedoch schon vor Monaten durch einen Autounfall verloren hat. Wenn nicht ein bestimmter Slogan bei der stündlichen Quizrunde genannt würde, töte er jedes Mal eine Geisel. Leider bekommt natürlich nicht jeder den Slogan, der durch alle Fernseh- und Radiosender geht, mit. Daher beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Der Täter behauptet, seine Freundin habe ihn nur Minuten, bevor er von der Polizei von ihrem Unfall erfuhr, angerufen. Ich dachte zuerst, es handle sich also um einen psychisch erkrankten Mann, doch musste diese Idee, wie auch die folgenden, immer wieder verwerfen. Er weiß genau, was er hörte und hat seine eigene Ansicht, was oder wer dahinter steckt.
Ira wird dann auch noch persönlich mit in das Spiel hinein gezogen, erhält dadurch aber ein Stück Lebenswillen zurück.
Wie raffiniert und durchdacht alles ist, erfährt man natürlich erst zum Schluss.

Wieder einmal ein herrlich spannendes Buch von Sebastian Fitzek. Ich habe es verschlungen und mitgebangt. Und mal wieder gesehen, dass nicht alles so ist, wie es scheint!

Fazit

 

[Buch] Die Eisbärin

 Informationen:

Autor: Matthias Gereon
Erschienen: April 2013
eBook: ca. 397 Seiten
Verlag: dot.books
Preis: 5,99 €
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-95520-186-9

Inhalt:

Wie gelähmt starrte sie auf die Zimmertür. Sie würde das Böse nicht aufhalten können.

Was tust du, wenn die Vergangenheit dich einholt und dein einstiger Peiniger plötzlich vor dir steht? Für Sabine wird dieser Alptraum Realität. Doch als sie auf solch brutale Art mit den Dämonen ihrer Kindheit konfrontiert wird, weiß sie: Sie will kein Opfer mehr sein. Aber vor allem will sie ihre kleine Tochter beschützen. Und so ersinnt sie einen Plan: Sie wird das Monster töten. Doch auch ihr Peiniger hat sie erkannt, und er will sein einstiges Opfer erneut beherrschen. Als Sabine wieder in seine Fänge gerät, scheint es, als müsse sie den Alptraum ihrer Kindheit erneut durchleben …

Meine Meinung:

Matthias Gereon schafft das, was wenige Autoren hinbekommen – er hält die Spannung bis zum Ende, obwohl die Täter- & Opferrollen spätestens ab der Mitte klar verteilt sind.

Lauras Mutter verlor sehr früh ihre Eltern und verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit im Schlossinternat. Anders als der Name es erahnen lässt, lebte sie dort allerdings nicht glücklich und in Frieden, sondern erlitt große Qualen.

Noch sehr lange leidet sie unter den Folgen des Missbrauchs und der Vergewaltigungen durch ihren nach Alkohol und Rauch stinkenden Lehrer. Als sie ihn zufällig beim Einkauf an der Kasse sieht und ein Exhibitionist unterwegs ist, der u.a. Laura und ihr Freundin belästigt, bricht alles wieder durch und sie schwört Rache.

Während der Ermittlungen zeigt sich immer mehr, welch perverse Neigungen ihr Todesopfer hatte und wie viele Menschen darunter leiden mussten.

Der Autor beschreibt eine nahezu perfekte & spurlose Tat, verschafft dem Leser einen Einblick in die Welt einer missbrauchten Frau und in die eines unveränderten Täters.

Fazit: Fesselnd, spannend, realitätsnah!

5 von 5 Elfenpunkten

Über den Autor:

Matthias Gereon, Jahrgang 1979, entschloss sich nach Abitur, Zivildienst und ein paar Jahren in Freiheit für ein Studium an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung. Seit 2006 ist er als Polizeibeamter im Ruhrgebiet tätig.

„Maleficent – Die dunkle Fee“

Informationen
Regie: Robert Stromberg
Länge: 97 Minuten
Originaltitel: Maleficent
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: ab 12
Genre: Fantasy

Inhalt
Einst friedvoll im Einklang mit der Natur lebend und reinen Herzens ist Maleficent heute gezwungen, mit allen Mitteln für den Erhalt der Ruhe und des Friedens in ihrem Land zu kämpfen. Bis sie eines Tages auch noch einem skrupellosen Verrat zum Opfer fällt. Ein Verrat, der ihr Herz endgültig zu Stein werden lässt. Von dem innigen Wunsch nach Vergeltung getrieben, wendet sich Maleficent schließlich sogar gegen den König der Menschen, den sie einst liebte. Am Ende macht sie nicht einmal davor halt, dessen neugeborene Tochter Aurora zu verfluchen und ihr den Tod zu wünschen. Als das liebenswerte Mädchen allerdings über die Jahre heranwächst, erkennt Maleficent nach und nach, dass Aurora der friedenbringende Schlüssel zu allem ist – auch zu ihrem eigenen Glück.

Meine Meinung
Maleficent ist eine Neuaufmachung des Märchens Dornröschen, doch aus Sicht der „bösen Königin“ gedreht. Ich hatte mir den Inhalt vorher nicht durchgelesen und konnte mich somit überraschen lassen.
Maleficent lebt im verzauberten von zwei Königreichen zusammen mit Nymphen, Gnomen oder Feen. Als Kind lernt sie Stephan kennen, der versucht hatte, einen Edelstein aus Maleficents Heimat zu stehlen. Die beiden werden Freunde und verlieben sich, doch um selbst Herrscher zu werden, verrät Stephan sie an den König und bricht damit ihr Herz. Maleficent schwört Rache zu nehmen und lässt einen Raben das Schloss ausspionieren. Als der König darauf eine Tochter bekommt, stattet Maleficent ihr zur Taufe einen Besuch ab und belegt sie mit einem Fluch. Der König lässt seine Tochter Aurora deshalb bei drei guten Feen in einem Bauernhaus aufwachsen, ohne dass sie von ihrer Herkunft oder der verzauberten Welt weiß, wobei Maleficent sie nie aus den Augen lässt und sie sogar beschützt.
An ihrem 16. Geburtstag holt Aurora ihr Fluch trotzdem ein und nur der Kuss der wahren Liebe kann sie wiedererwecken. Erst da erkennt Maleficent, wie sehr ihr das „Monsterchen“ ans Herz gewachsen ist und versucht nun alles, um den Fluch zu brechen.
Mir hat der Film sehr gefallen. Ich habe die Trauer und Wut der Maleficent gut verstanden und Angelina Jolie hat dies auch überzeugend rübergebracht. Ich sympathisierte tatsächlich mit der eigentlich „bösen Fee“, die als Kind nichts sehnlicher wollte, als friedlich in der Natur mit all ihren verzauberten Geschöpfen zu leben, doch deren Herz durch den Verrat ihres Geliebten erkaltet und auf Rache sinnt. Sie muss ihre Welt nun vor den habgierigen Menschen schützen, wobei ihr steinernes Herz durch das eigentlich gehasste Kind zu bröckeln beginnt.
Ein Film, der in eine Märchen-Fantasie-Welt eintauchen lässt, die einen völlig neuen Blickwinkel auf das herkömmliche Dornröschen-Märchen wirft.

Fazit

„Der Nachtwandler“ von Sebastian Fitzek

Informationen056060187-der-nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer-Knaur
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 320
Genre: Psychothriller
Erscheinung: 14.03.2013
ISBN: 3-426-50374-3

Klappentext
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein – doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung.
Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit!

Meine Meinung
Ein Buch, das ich nur schwer zur Seite legen konnte, da es mich von Anfang gefesselt hat. Ohne lange Vorgeschichte ist man direkt im Geschehen. Leon liegt starr im Bett und muss zusehen, wie seine Frau ihre Koffer packt und zur Tür hinaus in den Aufzug steigt. Sekunden später kann er sich endlich rühren und versucht ihr über das Treppenhaus zu folgen… Als sich die Aufzugtüren öffnen, ist dieser jedoch leer. Ebenso das Wohngebäude und die Straße. Seine Frau ist wie vom Erdboden verschluckt. Die Suche nach ihr beginnt und eröffnet Leon Einblicke, die er nicht hätte sehen wollen.
Ihr dürft ein überraschendes Ende erwarten.

Fazit

„Abgeschnitten“ von Sebastian Fitzek

Informationen
Autor: Sebastian Fitzek & Michael Tsokos
Verlag: Droemer-Knaur
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 400
Genre: Psychothriller
Erscheinung: 26.09.2012
ISBN: 978-3-426-19926-8

Klappentext
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …

Meine Meinung
Die, die die Bücher von Sebastian Fitzek kennen, wissen, dass er erstens kein Blatt vor den Mund nimmt und zweitens verdammt gut recherchiert. Bei mir wecken sie sogar einige Urängste. So war “Der Seelenbrecher” harter Tobak für mein damals jugendliches Ich und auch dieses Mal musste ich das Buch nach nur wenigen Kapiteln zur Seite legen, um darüber nachzudenken, ob ich es überhaupt weiterlesen kann. Mit Blut und Gedärmen komme ich gut zurecht, doch an Beschreibungen psychischer oder physischer Misshandlungen habe ich schwer zu knacken. Geht es dabei dann auch noch um Kinder bzw. Jugendliche, setzen bei mir Instinkte ein, die mir sagen “Hör lieber auf, lass solche Gedanken erst gar nicht in Deinen Kopf hinein.” Meine Neugier hat jedoch wie auch damals obsiegt, ich habe das Buch wieder in die Hand genommen und mich dazu entschlossen, die verstörenden Kapitel erst einmal außen vor zu lassen. Je weiter ich mit dem Lesen voran schritt, desto klarer wurde mir jedoch, dass auch diese Kapitel wichtig für die Handlung sind und quälte mich schlussendlich durch die wenigen Seiten – und die zwei darauf folgenden schlaflosen Nächte.
Trotzdem gefiel mir das Buch, da die Autoren wie immer viel Spannung und große Überraschungen einbauten. Ist man überzeugt, man wisse, wie die Story endet, kommt auf der nächsten Seite schon der Beweis, dass man völlig daneben lag und so sog ich die Seiten auf, um endlich herauszufinden, was mit Pauls Tochter passiert und ob Lindas Trauma sie selbst auf Helgoland wieder einholen würde.

Fazit

„Duplik Jonas 7“ von Birgit Rabisch

Informationen053070570-duplik-jonas-7
Autor: Birgit Rabisch
Verlag: Georg Bitter
Preis: 6,95€ (Taschenbuch)
Seiten: 191
Genre: Roman
Erscheinung: 1992
ISBN-13: 978-3423780810 

Klappentext
Jonas ist ein Duplik. Er lebt mit vielen anderen Dupliks in einem sogenannten Hort, abgeschottet von der Welt, und muss nichts anderes tun als Sport treiben, sich richtig ernähren und auf seine Gesundheit achten. Nur eine Bedrohung gibt es in diesem idyllisch anmutenden Leben: den FRASS.
Eine Krankheit, die plötzlich und unbemerkt auftritt, die alle Organe befallen und die nur mit der sofortigen Entfernung des jeweiligen Körperteils “geheilt” werden kann. Die grausame Wirklichkeit, die dahinter steckt, ahnt keiner der Dupliks: Sie sind genetische Zwillinge von in der “normalen” Welt lebenden Menschen und müssen jederzeit als Ersatzteillager fungieren. Eines Tages ist auch Jonas vom FRASS befallen.

Meine Meinung
Ein tolles Schulbuch zum Thema Gentechnologie. Einfach und schnell zu lesen. Auch  werden Themen wie Leihmutterschaft, vorgeburtliche Selektion oder standardisierte Euthanasie aufgegriffen. Jonas Schwester Ilka ist eine Menschenrechtlerin und somit gegen die Haltung der Dupliks. Sie bringt im Buch alles ins Rollen, um ihrem zweiten Bruder, dem Duplik Jonas 7, zu helfen.
Wer sich für das Thema interessiert, wird die Geschichte mögen und wie ich mitfiebern. Es ist jedoch kein Sachbuch, die Themen werden nicht ausführlich erklärt.

Fazit

„Die Fährte“ von Jo Nesbø

Informationen61C7nRzfDGL._SL1175_
Autor: Jo Nesbø
Verlag: Ullstein
Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Seiten: 575
Genre: Kriminalroman
Erscheinung: 13.02.2006
ISBN: 3548263887

Klappentext
Bei einem Bankraub in Oslo wird eine junge Angestellte vom Täter kaltblütig und völlig sinnlos erschossen. Harry Hole, der auf den Fall angesetzt wird, kann nur schwer begreifen, warum ein Profiverbrecher sich plötzlich von sadistischen Emotionen leiten lässt. Da wird eine von Harrys Ex-Geliebten tot aufgefunden – die ausgerechnet er als Letzter lebendig gesehen hat. Bevor er sich’s versieht, gerät er selbst unter Mordverdacht und muss untertauchen, um auf eigene Faust weiterermitteln zu können. Eine heiße Fährte führt ihn bis nach Südamerika …

Meine Meinung
Das Buch habe ich im Schrank des Männe gefunden. Es war das erste Buch, das ich von Jo Nesbø gelesen habe und muss sagen, dass es ein eher “schnelles” Buch ist. Anders kann ich es gar nicht betiteln. Es geschieht sehr viel auf nur wenigen Seiten. Man kann sich also vorstellen, wie umfangreich die Handlung auf den insgesamt fast 600 Seiten ist. Folgen kann man ihr dennoch wunderbar, auch wenn ich mir die skandinavischen Namen nicht gut merken konnte. Das mag aber wohl daran liegen, dass ich keine einzige skandinavische Sprache beherrsche 😉
Auf den letzten 100 Seiten wurde ich dann etwas ungeduldig und verlor den Faden. Wer hat nun was warum gemacht? Man wird aber nicht im Stich gelassen: das Wichtige wird wiederholt! 😉
Mit den Tätern, die man allesamt im Laufe der Geschehnisse “kennen lernt”, hätte ich absolut nicht gerechnet und es bleibt bis zuletzt spannend.
Außerdem kann man einiges über das menschliche Verhalten lernen, was mich persönlich sehr interessiert. Zum Beispiel erfährt man auf den Seiten 182/183, dass “bei Menschen, die sich nicht kennen, […] der Abstand ein bis dreieinhalb Meter [beträgt]”. Desweiteren läge die Distanz zwischen Freunden oder Bekannten zwischen 45 Zentimetern und einem Meter, alles darunter zähle zur Intimdistanz; zwischen sich Liebenden.
Denjenigen, die während des Lesens mitdenken, habe ich durch das Zitat sogar schon einiges verraten; da es aber nicht nur einen Mord aufzuklären gilt, bleibt die Überraschung wohl dennoch bestehen!

Fazit